Content-Strategien im Zeichen des Pinguins – Der inhaltliche Imperativ

Es würde hier zu weit führen, alle Hintergründe und Folgen der „Penguin-Updates“ von Google zu beleuchten. Ich möchte einmal eine kurze und knappe, gänzlich untechnische Zusammenfassung dazu vorschlagen: Google versucht mit den über 200 Bewertungsfaktoren seines Suchalgorithmus festzustellen, ob eine Seite

mehr Wert verspricht als sie wirklich bietet.

Anhaltspunkte für Google können dazu etwa gekaufte Links zur Seite sein oder Verlinkungen, die hauptsächlich aus Gründen des Linkaufbaus angelegt scheinen – nicht aus inhaltlichem Bezug und Empfehlung.

Diese Updates – das letzte vor wenigen Tagen – zielen also darauf, solche Websites im Ranking nach unten zu sortieren, deren Nutzwert für den Besucher geringer ist als der anderer Wettbewerber.

Aus der o.g. Zusammenfassung ergeben sich umgekehrt Ansätze für die richtige inhaltliche Strategie, um auch in Zeiten der „Penguin-Updates“ in den Suchergebnissen weiterhin „oben“ zu bleiben:

Nämlich Inhalte zu liefern, die für den Besucher Mehrwert bieten. Man kann das auch so formulieren:

Inhaltlicher Imperativ: Biete mehr Wert und Nutzen als andere Websites zum gleichen Thema bzw. zu ähnlichen Suchanfragen.

Schließlich versucht Google selbst nichts anderes mit seinen fortgesetzten Algorithmus-Änderungen: Googles Ziel ist die Zufriedenheit seiner Benutzer mit dem Suchergebnis. Mehr Wert, mehr Nutzen auf der Ergebnisseite zu bieten als andere Suchanbieter, und der Konkurrenz dabei ständig voraus zu bleiben.

Zu dem oben formulierten inhaltlichen Imperativ – mehr Wert und Nutzen als die anderer Websites zum gleichen Thema  – habe ich gerade eine weitere interessante Formulierung gelesen: „Need focused strategy“. Need heißt Bedarf, Notwendigkeit, aber auch Mangel. Übersetzen lässt sich „Need focused strategy“ also etwa als „Bedarfsorientierte Strategie“ oder auch: „Engpassorientierte Strategie“.

Das erinnert dann stark an die von Wolfgang Mewes seit 1970 entwickelte „Engpassorientierte Unternehmenstrategie (EKS)“ – Strategie hier von W. Mewes (zitiert nach Wikipedia) verstanden als

„… Art und Weise, seine und verbündete Kräfte optimal zum Nutzen seiner Zielgruppe einzusetzen“

Auch interessant im Hinblick auf die eigene Content-Strategie: Die vier Prinzipien der „EKS“ von W. Mewes, zitiert wiederum nach Wikipedia:

  1. Konzentration der Kräfte auf Stärkenpotenziale, Abbau von Verzettelung
  2. Orientierung der Kräfte auf eine engumrissene Zielgruppe
  3. In die Lücke (Marktnische) gehen
  4. Sich in die Tiefe der Problemlösung entwickeln, Marktführerschaft anstreben

Bei der Entwicklung einer „Content Strategie“ kommt man also auch wegen Googles inhaltlichen Imperativs nicht darum herum, sich an Problemen und Fragestellungen der eigenen Zielgruppe zu orientieren und hierfür Anregungen, Lösungsansätze, Ideen zu bieten.

Wer die Fragen des Nutzers vor der Suchmaske am besten erkennt und beantwortet, der wird bei Google auch im Zeichen des Pinguins vorn liegen.

Wobei die gute „Content Strategie“ natürlich weiterhin ergänzt werden muss vom handwerklichen 1mal1 des suchmaschinengerechten Schreibens und Aufbaus eines Dokuments.

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